Historie 2017-07-17T13:07:02+00:00

Im Jahre 1892 legte der rheinhessische Weinbauer Valentin Doré in Ockenheim den Grundstein für ein solides Weinhandelsgeschäft. Das Familienunternehmen Doré wurde gegründet – damals noch mit eigenem Weinanbau. Schon bald reichte der Ertrag nicht mehr aus, so dass Weine aus anderen Anbaugebieten hinzu gekauft werden mussten.

Mit der Aufnahme seines Neffen Valentin Plitzners folgte im Jahre 1900 der Eintrag der Firma Doré & Plitzner in das Handelsregister am Großherzoglichen Amtsgericht.

Aufgrund der um 1900 noch fehlenden Mobilität und Nähe zum Bahnhof, kaufte man im Jahre 1902 ein größeres Anwesen in Gau Algesheim – den Johannishof. Damit wurde ein großer logistischer Fortschritt ermöglicht.

Bevor Valentin Doré im Jahre 1908 starb, verfügte er, dass ein weiterer Neffe ebenfalls mit dem Namen Valentin Doré, in das Geschäft eintreten solle. Die beiden Cousins bauten das Unternehmen gemeinsam weiter aus, so dass sie schnell sehr gute Häuser der Gastronomie zu ihren Kunden zählen konnten.

Nach dem 1. Weltkrieg zog sich Valentin Plitzner aus der Firma zurück und behielt die Weinberge im Privatbesitz.

Durch die anhaltend radikaler werdende Geldentwertung nach dem Krieg, wurde es für Valentin Doré immer schwieriger, das Handelsgeschäft aufrechtzuerhalten. Als dieser im Jahre 1927 starb und sein Sohn Otto Doré, gerade 20-jährig und noch nicht fertig ausgebildet, das Unternehmen übernehmen musste, folgten schwere Jahre für den jungen Unternehmer.

Beginnend mit der Wirtschaftsbelebung nach dem Krieg erholte sich das Geschäft langsam und Otto Doré gelang es viele Kunden der gehobenen Gastronomie zu den seinen zählen zu können. Er investierte in ein größeres Weinlager, um die Auftragslage erfüllen zu können.

Im Jahre 1963 folgte die Umbenennung der Firma in Weinkellereien Haus Doré. Schwerpunkt des Sortiments bildeten Qualitätsweine aus Rheinhessen, Rheingau, Rheinpfalz, Nahe und Mosel-Saar-Ruwer.

Erst mit dem Eintritt seines Sohnes Joachim Doré Ende der 70er Jahre wurde der Weinhandel mit internationalen, zunächst europäischen Erzeugnissen ausgeweitet. Nach dem Tod von Otto Doré im Jahre 1984 folgte 1986 ein Umzug des Unternehmens nach Wiesbaden-Naurod.

Joachim Doré legte nun sein Augenmerk auf den Ausbau des Importgeschäfts und den Vertrieb von deutschen Top-Weingütern. Außerdem konnte er die Vertretung einiger namhafter Weingüter auf Agenturbasis gewinnen, mit denen die Zusammenarbeit heute teilweise schon über 25 Jahre besteht.

Seit dem Jahre 2008 geht das nun fast 120-jährige Familienunternehmen in die 5. Generation über. Der Sohn von Joachim Doré, Patrick Doré, steigt nach seinem erfolgreich absolvierten BWL-Studium in die Firma ein.

Durch diesen Schritt kommt zur etablierten Kundschaft nun auch die „Szene-Gastronomie“ des Rhein Main Gebietes hinzu und zählt seitdem zur treuen Kundschaft.

Die Doré Wein- & Sektkontor GmbH bietet heute entsprechend ein Vollsortiment aus nahezu allen Weinanbau-Gebieten der Welt.